Unterrichtsphilosophie

Tennis, anders denken, fühlen und spielen ....für mehr Erfolg

Gedanken eines Tennisspielenden:

Jetzt ausholen – seitlich stehen – Schläger fest halten – in Knie gehen – in die linke Ecke spielen – dann in die rechte Ecke spielen – mein Gott, das kann doch nicht so schwer sein – gegen den kann und darf ich doch nicht verlieren!


Die Gedanken vieler Tennisspielenden werden von falschen Einstellungen und Zielsetzungen geleitet, welche zu Misserfolgen führen und die Freude an diesem wunderschönen Sport im Keim ersticken.

Einen Hauptfehler, welchen die meisten machen ist, dass sie sich nur über die Technik definieren. Aussagen, wie

  • gegen den (meistens ein schlechter Techniker) kann ich  nicht verlieren,
  • das ist doch kein Tennis (meistens jemand, der nur hohe, sichere Bälle spielt),
  • ich möchte unbedingt meine Rückhand verbessern (häufigster Wunsch von Tennisschülern)

belegen diese These. 

Maximieren sie aber ihr gesamtes persönliches Potential, welches ihre Schwächen und vor allem auch ihre Stärken in den Bereichen Psyche, Taktik und Technik umfasst, dann entdecken sie plötzlich taktische oder mentale Stärken, die sie zu ungeahnten Erfolgen führen. Geben sie auf dem Weg dazu immer ihr Bestes, dann können sie sich durchaus mit Federer vergleichen, denn auch er handelt nach demselben Grundsatz: Der Weg ist das Ziel.

Wir freuen uns, wenn wir sie auf diesem Weg begleiten dürfen.

Im Technikunterricht geht es uns darum, die für sie persönlich wirkungsvollsten und ökonomischsten Schläge zu lehren, d.h. ihre Tennisidentität zu finden. Nicht nur der Wunsch nach Schlagkorrekturen oder neuen Schlagvarianten, sondern auch das Verstärken ihrer Gewinnschläge sind wichtige Kursinhalte.

Wir legen grossen Wert auf die taktische Ausbildung. Wir sind der Meinung, dass sich die Technik der Taktik unterordnen sollte, weil gute Taktiker gegen gute Techniker gewinnen. Diese These wird durch die vielen ehemaligen Fussballspieler bestätigt, welche ohne technische Grundkenntnisse gegen routinierte Tennisspieler nach kurzer Zeit gewinnen.

Wir raten ihnen auch, möglichst viele Spiele gegen clubbekannte  Plagöris, sich selbstbemitleidende Scheinkranke oder stadtbekannte Falschzähler zu bestreiten, weil nur das Spiel gegen Angstgegner sie weiterbringt. Solche Gegner sind so gesehen ihre besten Freunde, weil sie ihnen echte Hindernisse in den Weg legen.

Geben sie auf ihrem Weg, d.h. bei der Entfaltung ihres gesamten Potentials immer ihr Bestes, dann gebührt ihnen, ob Junior oder Senior, ob begabt oder unbegabt unsere uneingeschränkte Wertschätzung und Hochachtung, wie wir sie auch Federer entgegenbringen, denn dann betreiben sie auch Spitzensport.

Bereits im Anfängerunterricht legen wir in allen drei Bereichen die Basis und vertiefen diese später mit zunehmender Spielerfahrung.

Für die Fehlerkorrektur bedienen wir uns nicht einer Methode, weil diese modern ist, sondern weil sie der Situation und Ihnen persönlich am ehesten entspricht. Dabei suchen wir die Ursachen nicht nur im motorischen Bereich, sondern auch in Ihren Spielabsichten und Einstellungen. copyright© 2005 by M.Golser